Der erste Entwurf

Erste Aktivität: Das Bohrgerät für die Sondierungen am Grundstück

Weil die Altlastensituation unseres Grundstücks ungeklärt war und der Verkäufer dafür nicht haften wollte, haben wir ein Rücktrittsrecht vereinbart bis wir dieses Risiko durch ein Bodengutachten abgeklärt haben.  Das Beitragsbild zeigt die Bohrmaschine, die Sachbearbeiterin des Gutachters und den Bauherrn.

Die Zeit haben wir genutzt um einen ersten Entwurf erstellen zu lassen und diesen mit dem Stadtplanungsamt zu besprechen. Wir wollten dabei auch klären, ob die GFZ von 1,2, die im Bebauungsplan festgelegt ist, das letzte Wort darstellt. So ganz einfach war es dann doch nicht, auf dem schmalen Grundstück eine anspruchsvolle Architektur zu entwickeln, die darüber hinaus noch eine wirtschaftliche Nutzung des Gebäudes zulässt.

Von der Stadt Nürnberg haben wir nach Vorlage des ersten Entwurfs die Antwort bekommen, dass man die GFZ auch geringfügig überschreiten kann, aber auch den Hinweis, dass wir – speziell auf der Nordseite – keine lange gerade eintönige Fassade planen sollten.

Das alles war im Februar und im März. Im April bekamen wir das Bodengutachten, wir müssen in geringem Umfang mit Altlasten rechnen, die auf den Sondermüll gefahren werden müssen. Daraufhin verzichteten wir auf unser Rücktrittsrecht, bezahlten den Kaufpreis und sind jetzt Eigentümer des Grundstücks Flataustraße 14.

Im nächsten Beitrag – wegen Urlaub erst im September – werde ich von dem zweiten verbesserten Entwurf berichten und ab dann geht es wirklich um BIM. Versprochen!!!

Tiefgeschoss

Tiefgeschoss

Erdgeschoß

Erdgeschoß

Obergeschoß und Penthouse

Obergeschoß und Penthouse

Abstandsflächen

Abstandsflächen

 

Wandel ist Chefsache

Interview in Beratende Ingenieure 7/8 2016

Eigentlich will ich in diesem Blog ja über meine Erfahrungen als Bauherr mit BIM schreiben. “Nebenbei” kümmere ich mich aber darum, die BIM Methode unter den Tragwerksplanern bekannt und populär zu machen. Ich halte hier viele Vorträge, arbeite im Arbeitskreis BIM der Bayerischen Ingenieurekammer Bau mit, entwickle Software und manchmal gebe ich auch Interviews.

Diese Woche bekam ich die Juli Ausgabe von “Beratende Ingenieure“, dem Verbandsmagazin des Verbandes Beratender Ingenieure VBI in die Hände. Es enthält ein Interview über die BIM-Einführung mit mir, dass ich den Lesern dieses Blogs nicht vorenthalten möchte. Wandel ist Chefsache!

Das Grundstück

Wie im ersten Beitrag beschrieben, wurde meinem Kollegen Frank Deinzer im November letzten Jahres ein Grundstück am Nordostbahnhof zum Kauf angeboten. Die Lage war für unsere Bedürfnisse ideal, 5 Minuten von der U-Bahn, zwischen Flughafen und Hauptbahnhof, und auch von der Autobahn A3 sehr gut erreichbar. Vom Zuschnitt war es erkennbar ziemlich schmal und dafür relativ lang. Das wird wohl auch der Grund dafür sein, dass wir es überhaupt angeboten bekommen haben, mittlerweile ist ja ein Run auf innerstädtische Bauflächen entstanden, der schon beängstigend ist. Der geforderte Preis war nicht verhandelbar, aber sehr fair. Das Grundstück wurde uns auch zwei Wochen reserviert, so, dass wir zum Denken beginnen konnten.

Bauen mit Bim - Grundstück

 

 

 

 

 

Zuerst wollte ich wissen, was man auf dem Grundstück überhaupt bauen kann und darf, wir beauftragten das Architekturbüro Wirth mit einer Konzeptstudie.

Das erste ganz schnelle Ergebnis nach Einsicht in den Bebauungsplan ist hier dargestellt. Damit war klar, dass wir ca. 1500 m² Bruttogeschoßfläche bauen dürfen und ich machte mich – mittlerweile auf einer Dienstreise in Mexico und den USA – daran, eine grobe Berechnung der Wirtschaftlichkeit zu erstellen. Unsere Aufsichtsräte stellten kritische Fragen, warum wir unbedingt unsere Energie in einen Neubau verschwenden wollen und nicht einfach etwas Passendes mieten.

Wirtschaftliche Argumente sprachen dann aber mehr für einen Neubau durch den Nutzer als ein Mietobjekt, das entscheidende Argument war aber, dass wir ja unsere BIM-Kompetenz beweisen wollten und sollten. Also gab es grünes Licht für den Grundstückskauf.

Vom Architekten bekamen wir dann einen groben Planungsvorschlag, der bewies, dass man auf dem „Handtuch“ ein funktionierendes Bürogebäude errichten kann. Damit stand dem Notartermin zwei Tage vor Weihnachten nichts mehr im Wege.

15-11-24 EG 15-11-24 1.OG + PH 15-11-24 Systemschnitt 15-11-24 TG 15-11-26 Abstandsflächenplan

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