10. Februar 2018 Thomas Fink

Es geht los!

Wenn ich vor Weihnachten noch skeptisch über den weiteren Ablauf war, so hat sich das im Laufe des Januars deutlich geändert. Ich konnte letzte Woche einen mündlichen Generalunternehmerauftrag an die Zweigniederlassung Erfurt der Fa.  Wolff & Müller erteilen, wir sind uns einig geworden! Ende Februar soll es losgehen, und bereits Mitte August ist nach Bauzeitenplan die oberste Decke betoniert, so dass wir Anfang September ein Richtfest feiern können. Und für Ende März ist und bereits die Fertigstellung und Übergabe versprochen worden, so dass wir im April nächsten Jahres an einen Umzug denken können.

Das Vergleichsangebot

Wie berichtet war ich seit Oktober ziemlich beschäftigt, weitere Angebote einzuholen, was nicht ganz einfach war. Vor Weihnachten bekam ich ein seriöses Angebot der GS Schenk Schlüsselfertigbau GmbH, einem alt eingesessenen lokalen Anbieter. Es lag etwas über der Schätzung von über einem Jahr, also deutlich unter dem Angebot von Wolff & Müller.  Da wir ja keine Ausschreibungsunterlagen hatten, war es aber nur bedingt vergleichbar, es waren unmittelbar erkennbar Leistungen ausgeschlossen, die bei Wolff & Müller dabei waren. Das war nun nicht verwunderlich, hatte Wolff & Müller Stuttgart ja die Planung gemacht und Erfurter haben den Prozess begleitet.

Ein weiterer alteingesessener lokaler Anbieter hat mir für Ende Januar ein Angebot versprochen. Davon erhoffte ich mir mehr Klarheit darüber, wo der Markt liegt. Leider wurde mir Mitte Januar abgesagt, die Firma schob eine solche Bugwelle an Arbeit aus dem letzten Jahr vor sich her und wollte mir keine falschen Versprechungen und Hoffnungen machen.

Planungsfortgang und professionelle Hilfe

Mittlerweile war die Werkplanung weiter fortgeschritten und wir haben bei einem virtuellen Rundgang durch das Gebäude die Verbindungstreppe vereinfacht. Ich bat meine beiden verbliebenden Kandidaten auf Basis des aktuellen Planungsstandes ihre Angebote zu überarbeiten. Dann habe ich mir, vermittelt durch unseren Entwurfsarchitekten Gerhard Wirth die Dienste von Architekt Uwe Plößel, einem Profi für Ausschreibung, Vergabe und Bauüberwachung gesichert. Mit ihm haben wir die Alternativen untersucht. Das Bauvorhaben zu verschieben und auf ein Abkühlen der Baukonjunktur zu warten erschien aber ebenso wenig sinnvoll wie eine Vergabe nach Gewerken. Die Unsicherheit ein vernünftiges Angebot speziell für die Haustechnik zu bekommen wäre uns ja geblieben und es hätte eine Verzögerung von mindestens einem halben Jahr nach sich gezogen. Herr Plößel konnte mir aber sagen, dass das Angebot GS Schenk viel näher an seinen Erfahrungswerten lag als das von Wolff & Müller.

Vergabe

In einem ersten Gespräch mit GS Schenk haben wir verschiedene Fragen geklärt und konnten das Angebot vergleichbarer machen. Es lag sehr nahe an dem was Herr Plößel uns sagte, was das Bauvorhaben seiner Meinung nach kosten darf. Die Firma GS Schenk mit den Herren Martin Lauterbach und Peter Saam machte zudem einen sehr kompetenten und seriösen Eindruck. Schon vor dem Termin hat sich Wolff & Müller deutlich bewegt, die weiter fortgeschrittene Planung hätte dies ermöglicht. Zusätzlich wurde uns der oben beschriebene Bauzeitenplan vorgelegt, Schenk wäre mindestens ein halbes Jahr später fertig geworden.

Die Entscheidung

Neben der Tatsache, das Wolff & Müller quasi in den Startlöchern stand und im März die ersten Profile für den Berliner Verbau einbringen kann hat es mich auch davor gegraust, ein Jahr lang zwischen Firmen koordinieren zu müssen, falls es über die Planung unterschiedliche Ansichten gibt. Letztlich fehlt GS Schenk die Erfahrung mit BIM und hätte nach konventionellen zweidimensionalen Unterlagen gebaut und abgerechnet. Damit war klar, dass Wolff & Müller durchaus teurer sein darf, es gab aber natürlich eine Schmerzgrenze, die wir uns vorher überlegt hatten. Nachdem die unterschritten war, habe ich einen mündlichen Auftrag erteilen können. SOFiSTiK und Wolff & Müller freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit, was gleich mit einem Gläschen Sekt begossen wurde, ein standesgemäßes Getränk (Bier) war nicht in Reichweite. (Meine Ballonfreunde werden die Herkunft des Sekts auf dem Bild erkennen)

v.l.n.r: Thomas Fink, Dennis Blosa (Oberbauleiter), Frank Bauernfeld (Kalkulator), Torsten Bieler (Niederlassungsleiter) und Architekt Uwe Plößel

Der zweite Sieger

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass es mit schwer gefallen ist, GS Schenk abzusagen. Sie haben uns sehr geholfen und fachlich wie menschlich einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ich habe auch den Eindruck gewonnen, dass sie Interesse an BIM gezeigt haben und wir werden in Ihrem Hause eine Einführungsveranstaltung durchführen. Auch mit Ihnen hätte ich gerne gebaut!

 

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Comment (1)

  1. Dr. Heinrich Schroeter

    Meinen Glückwunsch zum Entscheid. Ich freue mich schon auf Baustellenbesuche.
    Heinrich Schroeter

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